Walter Hagen - und seine impressionistische MalWeise

Walter Hagen wird 1910 in Ins geboren. Er studiert von 1937 bis 1939 in Genf und Florenz Malerei und Bildhauerei und schliesst kurz vor dem zweiten Weltkrieg seine Ausbildung ab. Ab 1943 arbeitet er als freischaffender Maler in Ins.

Hagens Genre- und Landschaftsbilder im Sitzungszimmer Ins stammen aus dem Jahre 1952. Damals wurde das Gemeindehaus Ins, in freier Anlehnung an das frühere Gebäude, fertiggestellt. Federführend waren die Architekten Edwin Greuber aus Ins und Martin Risch aus Zürich. Der Neubau erwog den Orts- und Verkehrsverein Ins ein Gemälde des einheimischen Kunstmalers Hagen der Gemeinde zu schenken. Wenige Tage später beschloss der Gemeinderat selbst noch ein Werk des Künstlers anzukaufen und ins neue Sitzungszimmer zu hängen.


Hagen malte seine Motive mit grosszügigem Pinselstrich und in unterschiedlichen Techniken. Während sein Malerkollege Traugott Senn sich der Landschaft und den Bauern auf dem Feld aus der Ferne nähert, geht Hagen in einer impressionistischen Malweise an die Motive heran. Er zeigt die Kraft und Anstrengung der schwer gebauten Kaltblutpferde in der Seeländer Land- und Forstwirtschaft. Das wiederkehrende Aufgreifen dieses Motivs ist gleichsam ein Aufbäumen für die Bedeutung des Pferdes als Nutztier, das mehr und mehr durch Zugmaschi-nen, wie den Traktor, ersetzt wurde.


Der Mensch in seiner Umwelt und die politischen Geschehnissse - sind Hauptthemen seiner bildnerischen Auseinandersetzung.

Über Hagens malerische Tätigkeit ist wenig bekannt.

Im Künstlerlexikon der Schweiz ist knapp erwähnt, dass Hagen die Wandbilder für das Bürgerhaus in Bern(1951) und Sgraffiti für das Sekundarschulhaus in Rapperswil schuf  sowie Bildnisse in Öl malte, etwa das Portrait Gründer des Spitals des Amtes Erlachs Dr. med. R. Hagen


Text:Isabelle Messerli, Kunsthistorikerin Bern


Willkommen in Ins